Gegen das Vergessen

Im Rahmen der Projektwoche waren die neunten Klassen am 7. November in Buchenwald. Dort war von 1937 bis 1945 ein Konzentrationslager der Nationalsozialisten. Zehntausende wurden dort inhaftiert, weil sie Juden, Sinti oder Roma waren oder sich gegen das Nazi-Regime stellten. Unter unmenschlichen Bedingungen waren sie dort in Baracken zusammengepfercht – Zustände, die kaum in Worte zu fassen sind. Die Häftlinge mussten Zwangsarbeit leisten, wurden misshandelt oder umgebracht. Rund 20.000 Menschenleben wurden in Buchenwald ausgelöscht. Es wurden neuartige Medikamente an Menschen ausprobiert, die dann zum Teil qualvoll gestorben sind. Eine eigene Hundestaffel wurde eingesetzt, die auf die Menschen losgelassen wurden, um ihnen schwerste Verletzungen zuzufügen. Auf brutalste Weise hat man die Häftlinge ihrer Würde beraubt, mit Methoden, die wir uns heute kaum vorstellen können. Die Innenschrift am Lagertor „Jedem das Seine“ gibt vor, dass jeder dieser Häftlinge nur die Behandlung bekomme, die er verdiene. Absolut menschenfeindliche und perverse Gedanken lagen diesen Haftbedingungen zugrunde. Es ist kaum vorstellbar, dass die deutsche Bevölkerung im Allgemeinen und die Weimarer im Besonderen, gar nicht davon wussten. Viele haben das Geschehen billigend in Kauf genommen, und sich damit indirekt mitschuldig gemacht. Wir sollten durch solche Exkursionen aus der Geschichte lernen, damit so etwas nie wieder geschieht!

 

Die 9. Klassen des Gymnasiums 10

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